Blaubeuren – eine Reise in die Vergangenheit

Blaubeuren ist eine der Städte in Baden-Württemberg mit einem reichen Schatz an historischen Gebäuden. Im 11. Jahrhundert wurde hier direkt neben einer Quelle mit einem tiefblauen Quelltopf – dem Blautopf – ein Benediktinerkloster gegründet. Rasch entstand um das Kloster herum eine Handwerkersiedlung, die dann später zur Stadt Blaubeuren anwuchs. Aus dieser Zeit stammen viele der schönen Fachwerkgebäude, die einen Bummel mit der Kamera zu einer wahren Augenweide und einem Motivparadies machen. Wir, Walter und ich, besuchten die Stadt Anfang September nachdem die große Sommerhitze vorüber war. Den Blautopf besuchten wir nur kurz, da das ganze Areal tiefgreifend saniert wird und – mit Ausnahme einiger abstrahierter Fotos – wenig atmosphärische Naturaufnahmen möglich sind. So widmeten wir uns der Stadt selbst und natürlich dem Kloster mit seinem berühmten Hochaltar aus der Ulmer Schule und dem kunstvollen Chorgestühl von Jörg Syrlin, dem Jüngeren. Beides entstand um das Jahr 1490.

Im Chorraum der Klosterkirche begegnen sich Architektur, Schnitzkunst und Geschichte. Das 1493 von Jörg Syrlin d. J. geschaffene Chorgestühl fasziniert mit seinem filigranen Maßwerk und den fein gearbeiteten Halbfiguren von Stiftern und Propheten. Die Gestaltung steht in der Tradition der berühmten Ulmer Schnitzkunst und erinnert an das Werk seines Vaters im Ulmer Münster. 

Im Mittelpunkt steht der Hochaltar, eine herausragende Kostbarkeit spätmittelalterlicher Kunst. 1493 geweiht und 1494 vollendet, zeigt der Wandelaltar mit seinen beweglichen Flügeln je nach Festzeit drei unterschiedliche Bildwelten. Vor dem Goldhintergrund, insbesondere des mittleren Teils, hinterlassen die in ihrem Formen- und Farbenreichtum dargestellten Figuren eine nachhaltige Wirkung auf den Betrachter und sind für den Fotograf ein höchst reizvolles Motiv.

Einige abstrahierte Fotos

Equipment:
Olympus OM-D E-M10 III & M.Zuiko Digital ED 75mm F1.8, OM-System 20mm/1.4, Olympus m 14-150mm, 4.0-5,6 II.

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